Neu von Veeam: Veeam Backup for Linux

29. Oktober 2015 um 13:15
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Veeam Logo

Aktuell findet in Las Vegas die VeeamON 2015 statt, wo sich Experten, Partner und Kunden von Veeam aus aller Welt treffen, sich gegenseitig austauschen, an Konferenzen teilnehmen und das sicherlich großzügige Buffet genießen werden. Zudem stehen Präsentationen zu neuen Produktvorstellungen und Technologien von Veeam an.

Soweit nun kurz die VeeamON erklärt, kommen wir nun zum Kernthema, worüber ich eigentlich schreiben wollte: Veeam hatte auf der besagten Veranstaltung ein neues Produkt angekündigt, was mich ehrlich gesagt sehr begeistert und worauf ich schon sehr gespannt bin. Um euch nun nicht noch weiter auf die Folter zu spannen: Es wurde das Produkt „Veeam Backup For Linux“ angekündigt.

Nun gut, der Name verrät ja irgendwie schon Alles. Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass das Softwareprodukt kostenfrei werden soll? Nicht? Dann wisst ihr es ja jetzt. Und nein, heute ist nicht der 1. April! (Zumindest nicht am heutigen Veröffentlichungsdatum.) Veeam hatte bereits vor einigen Monaten das Produkt „Veeam Endpoint Backup Free“ für die Sicherung von physischen Maschinen mit Windows-Betriebssystemen in die freie Wildbahn entlassen, welches bei mir Zuhause auf mehreren Computern sehr gute Arbeit verrichtet und mich bereits mehrmals „gerettet“ hat.

Veeam Backup For Linux

Die Sicherungssoftware benötigt einen Agent auf dem zu sichernden Linux-Betriebssystem, soll inkrementelle Sicherungen mit dem Block-Tracking-Treiber (CBT) unterstützen und voll kompatibel mit LVM (Logical Volume Manager) sein – setzt hierbei aber nicht auf die in LVM-integrierte Snapshot-Funktionalität. In der ersten Version sollen anfänglich lediglich auf Debian und Red Hat basierende Betriebssysteme unterstützt werden – genauere Informationen zur Unterstützung werden von Veeam zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

Weitere sehr interessante und kommende Funktionen werden sein:

  • Die Wiederherstellung soll, wie bei Endpoint Backup Free, von einzelnen Dateien, über komplette Partitionen/Volumes bis hin zum ganzen Server inklusive aller Daten reichen.
  • Die Möglichkeit zur Ausführung von benutzerdefinierten Vor und Nach dem Sicherungsvorgang soll ebenfalls möglich sein. Beispielsweise können laufende Anwendungen auf ein kurzes Einfrieren des Betriebssystems vorzubereiten, um eine konsistente und saubere Sicherung zu ermöglichen.
  • Die Verwaltung der Sicherung soll über eine eigene Weboberfläche, über Befehle im Terminal und über Konfigurationsdateien möglich sein. Wie aber Veeam ebenfalls verlauten lässt, ist die CLI-Oberfläche noch nicht fertig und kann sich natürlich bis zum endgültigen Release noch entsprechend ändern. Abhängigkeiten werden gering gehalten, um eine einfache Installation zu ermöglichen und als ressourcensparende Datenbank kommt hierbei SQLite zum Einsatz. Für die angenehmere Arbeit auf der Konsole hat Veeam eine minimalistische und ziemlich schicke Oberfläche gebastelt, wo Informationen in Echtzeit dargestellt werden:
Veeam Backup For Linux CLI-Console

Veeam Backup For Linux CLI-Console

Integration

Zu Erwähnen gilt es auch, dass es logischerweise auch eine Integration in deren kostenpflichtiges Produkt „Veeam Backup & Replication“ bzw. „Veeam Availability Suite“ geben wird, um dort eine stärkere Integration in die Veeam-Sicherungsumgebung bieten zu können – ähnlich wie bei Endpoint Backup Free. Vorteile sind hierbei beispielsweise die Möglichkeit einer vereinfachten Überwachung der Sicherungen, E-Mail Benachrichtigungen, Verschlüsselung der Sicherungensdateien und automatisierte Weiterverteilung der Sicherungen auf externe Ziele oder beispielsweise Bandlaufwerke.

Verfügbarkeit

Hört sich doch toll an! Nun die schlechte Nachricht: Wir müssen uns noch etwas gedulden. Die Software befindet sich aktuell noch in der Entwicklung und soll Anfang 2016 erscheinen. Vor der Veröffentlichung wird es noch eine geschlossene Beta geben, wofür man sich hier anmelden kann.