[QuickTipp] phpMyAdmin Update-Script

Weil ich mir selten genügend Zeit nehme immer phpMyAdmin auf dem aktuellsten Stand zu halten, weil oft Updates veröffentlicht werden, kann ich an dieser Stelle ein kleines Bash-Script empfehlen, was die Aufgabe eindeutig einfacher gestaltet. Das -- im Grunde einfache -- Script aktualisiert einfach phpMyAdmin -- mehr nicht, das aber dafür einwandfrei und zuverlässig. Die Einrichtung ist dabei auch sehr einfach.

Die ultimative Kombination, wie ich es aktuell im Einsatz habe, ist es dass Script über einen Cronjob automatisiert ausführen zu lassen. So wird mein phpMyAdmin immer stets aktuell gehalten, ohne jedesmal irgendwie selbst eingreifen zu müssen. Die Aktualisierung erfolgt natürlich auch nur dann, wenn es eine neuere Version als die derzeit installierte Version gibt.

Einrichtung des Scripts

cd /opt # Verzeichnis zu /opt wechseln
wget https://raw.githubusercontent.com/stefansl/pma-updatescript/master/pma-update.sh # Download
chmod +x pma-update.sh # Ausführrechte vergeben
nano pma-update.sh # Script bearbeiten und Variablen anpassen

Im Anschluss einfach die Variablen, die in der Datei genauer erläutert werden, anpassen und die Datei abspeichern. Die Ausführung erfolgt dann einfach mit ./pma-update.sh -- oder aber mit ./pma-update.sh 3.5.0, um auf eine spezielle Version zu wechseln.

Einrichtung des Cronjobs
Die Zeile für den Cronjob (crontab -e) kann zum Beispiel wie folgt lauten:

30 4 * * * cd /opt/ && bash pma-update.sh >> /var/log/pma-update.log

In diesem Fall wird das Update-Script täglich um 04:30 Uhr ausgeführt und aktualisiert automatisch phpMyAdmin, falls es eine neuere Version geben sollte.

Das Script lässt sich auf GitHub unter github.com/stefansl/pma-updatescript finden.

Ein großer Dank für die Empfehlung des Scripts geht an php-friends.de! :-)

[QuickTipp] Speedtest via CLI

Ein kleiner Tipp für Zwischendurch, womit man ganz simpel die Internetanbindung über die allbekannte Seite Speedtest.net über die Command Line testen kann. Die Installation sowie die Ausführung ist schnell erledigt und lässt sich auch sehr leicht durchführen.

Installation von python-pip via apt

apt-get install python-pip

Installation von speedtest-cli

$ pip install speedtest-cli
Downloading/unpacking speedtest-cli
  Downloading speedtest-cli-0.3.1.tar.gz
  Running setup.py egg_info for package speedtest-cli

Installing collected packages: speedtest-cli
  Running setup.py install for speedtest-cli

    Installing speedtest script to /usr/local/bin
    Installing speedtest-cli script to /usr/local/bin
Successfully installed speedtest-cli
Cleaning up...

Fertig ist die Installation.

Die Ausführung
Der eigentliche Test kann dann mit speedtest-cli ausgeführt werden, was dann zum Beispiel so aussehen kann:

$ speedtest-cli  --share
Retrieving speedtest.net configuration...
Retrieving speedtest.net server list...
Testing from Server Block (144.76.38.130)...
Selecting best server based on ping...
Hosted by Vodafone DE (Frankfurt) [100.73 km]: 7.709 ms
Testing download speed........................................
Download: 297.61 Mbits/s
Testing upload speed..................................................
Upload: 71.29 Mbits/s
Share results: http://www.speedtest.net/result/3734126179.png

Tipp: Wenn man sich nur für die Endergebnisse interessiert, kann man einfach den Parameter “--share” weg lassen. Dabei wird dann nur der Test ausgeführt und die Ergebnisse werden nicht veröffentlicht.

via github.com/sivel/speedtest-cli

ext4 -- Neue Partition belegt bereits Speicherplatz

ext4 und der reservierte Speicherplatz

ext4

Das Problem
Vor einigen Monaten stand ein Freund und ich vor dem Rätsel, warum eine neu erstelle Partition mit dem Dateisystem ext4 bereits eine Menge an Speicherplatz belegt hat -- komplett jungfräulich, ohne jegliche Daten. Bei einer 4 TB Festplatte waren so bereits satte 186 GB in Verwendung…

Wie sich später herausstellte, reserviert sich ext4 automatisch 5% des Speicherplatzes für Notfälle. Sollte also die Festplatte aus irgendwelchen Gründen voll laufen, würde das sehr wahrscheinlich katastrophal enden und im schlimmsten Fall würde das System danach nicht mehr (ordentlich) hochfahren (natürlich vorausgesetzt es handelt sich hierbei um die Systempartition). Aus diesem Grund wird bereits ein prozentualer Speicherplatz für den root-Nutzer des Systems reserviert: Dadurch sollte das System selbst weiterhin in der Lage sein, hochfahren können, um dann selbst wieder freien Platz schaffen zu können.
Anwendungen, welche nicht unter dem Administratorkonto laufen, haben keinen Anspruch auf den reservierten Speicherbereich und würden wahrscheinlich beim Versuch, Daten auf die Festplatte zu schreiben, abstürzen.

Ich würde empfehlen, bei Partitionen, worauf sich ein Betriebssystem befindet, den reservierten Speicherbereich zu belassen -- just in case. Bei reinen Datenplatten macht dies natürlich weniger Sinn und kann deshalb auch reduziert oder gar komplett abgeschaltet werden.

Die Lösung
Mit dem Werkzeug, welches bereits auf den meisten Linux-Systemen vorinstalliert ist, lässt sich der prozentual reservierte Bereich problemlos während des Betriebes ändern:

tune2fs -m 0 /dev/sda1

Erklärung: Der Parameter “-m” definiert hierbei die prozentuale Reservierung der angegebenen Partition. 0% deaktiviert die Reservierung.

via ubuntu-forum.de